Feuchte Flecken und Geruch am Schornstein
Versottung heißt: Abgase kühlen im Zug ab, das Kondensat zieht mit seinen Salzen ins Mauerwerk. Überstreichen verschiebt das Problem nur — dicht machen löst es.
Daran sehen Sie es
Warum das Kondensat entsteht
- Der Querschnitt ist zu groß: Die Abgase steigen zu langsam, kühlen aus und fallen unter den Taupunkt.
- Der Schornstein liegt außen und ist ungedämmt — im Winter kühlt er über die ganze Länge aus.
- Das Brennholz ist zu feucht. Über 20 Prozent Restfeuchte bedeuten viel Wasserdampf im Abgas.
- Das Gerät ist im Verhältnis zum Zug zu klein oder läuft dauerhaft gedrosselt.
- Ein Brennwertgerät hängt an einem Schacht, der nie dafür gedacht war.
Was dagegen hilft
- Befahrung und Messung: Wie groß ist der Zug wirklich, wo sitzen Versprünge, wie hoch ist er?
- Neuer Querschnitt nach EN 13384, passend zum Gerät — meist deutlich kleiner als der alte Schacht.
- Dichtes Innenrohr aus Edelstahl, bei ständigem Holzfeuer auch aus Keramik, mit Hinterlüftung und Reinigungsöffnung.
- Regenhaube auf der Mündung, damit kein Wasser von oben in den neuen Zug läuft.
- Erst danach das Mauerwerk trocknen lassen und mit Sanierputz wieder aufbauen.
Alles aus einer Hand — und jeder Schritt vom richtigen Fachmann
Eine Schornsteinsanierung berührt mehrere Gewerke und endet bei einer hoheitlichen Prüfung. Wir halten das zusammen: Sie schließen einen Vertrag, führen ein Gespräch und bekommen am Ende eine funktionierende Anlage mit Bescheinigung.
Häufig gefragt
Geht Versottung von selbst wieder weg?
Nein. Die Salze sitzen im Mauerwerk und ziehen weiter Feuchtigkeit an. Überstreichen hilft ein paar Wochen, dann kommen die Flecken zurück. Erst wenn kein Kondensat mehr ins Mauerwerk gelangt, ist Schluss — deshalb führt der Weg über ein dichtes Innenrohr.
Muss das Mauerwerk auch behandelt werden?
Der Zug wird zuerst dicht gemacht, damit kein Nachschub kommt. Danach muss das Mauerwerk austrocknen; die betroffenen Stellen werden abgeschlagen und mit Sanierputz neu aufgebaut. Wer nur überputzt, hat die Flecken bald wieder.
Woher kommt das Kondensat überhaupt?
Wenn die Abgase im Schornstein unter den Taupunkt abkühlen, schlägt sich Feuchtigkeit an der Wand nieder. Typische Ursachen: ein zu großer Querschnitt, ein außen liegender ungedämmter Schornstein, zu feuchtes Brennholz oder ein Gerät, das viel zu klein für den Zug ist.
Ist ein versotteter Schornstein gefährlich?
Die Versottung selbst ist vor allem ein Bau- und Geruchsproblem. Kritisch wird es, wenn der Zug dabei undicht geworden ist — dann können Abgase in Wohnräume gelangen. Das prüft der Schornsteinfeger; bis zur Klärung sollte die Feuerstätte nicht betrieben werden.
Flecken prüfen lassen
Beschreiben Sie uns, was Sie sehen und riechen. Wir sagen Ihnen, ob es Versottung ist und was der Zug braucht.